DFB beendet Mediation - Neues Angebot von Amarell

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Wendung im Streit zwischen dem DFB und Amerell

Frankfurt am Main - Der Streit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem ehemaligen Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell hat am Dienstag eine weitere irrwitzige Wendung genommen.

Frankfurt/Main (SID) - Der Streit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem ehemaligen Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell hat am Dienstag eine weitere irrwitzige Wendung genommen. Nur wenige Minuten, nachdem der DFB das Mediationsverfahren mit Amerell offiziell für beendet erklärt hatte, unterbreitete Amerell dem Verband ein neues Angebot.

"Nach den indiskutablen Machtspielen in der DFB-Spitze erklärt sich Manfred Amerell unter Zurückstellung erheblicher Bedenken zur Herbeiführung einer gütlichen Einigung nochmals bereit, einem Mediationsverfahren beizutreten", hieß es in einer Stellungnahme von Amerells Anwalt Jürgen Langer: "Vor diesem Hintergrund hat Manfred Amerell den etablierten und über die Bundesgrenzen hinaus anerkannten Mediator Rechtsanwalt Michael Plassmann darum gebeten, ein Mediationsverfahren einzuleiten."

Zuvor hatte der DFB Amerell in einer Pressemitteilung die alleinige Schuld an der vorzeitigen Beendigung der ersten Mediation unter der Leitung von Professor Wolfgang Huber zugeschoben. Laut der Darstellung des Verbands habe der frühere Schiedsrichter-Beobachter, der am Montag seine Teilnahme an dem Mediationsverfahren unter der Leitung von Professor Wolfgang Huber zurückgezogen hatte, diese Rückzugs-Absicht schon vorher erkennen lassen. Die Entschuldigung von DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der sich um eine Vermittlung zu Amerell bemüht hatte, an die Adresse von DFB-Präsident Theo Zwanziger sei als Begründung Amerells nur vorgeschoben gewesen.

"Da Manfred Amerell bereits am 5. November 2011 seine Bereitschaft zur Mitwirkung widerrufen hatte, sind die am 7. November 2011 nachgeschobenen Argumente gegenstandslos", hieß es in einer DFB-Mitteilung. Um diese Argmunentation zu untermauern, gab auch Koch eine Stellungnahme ab: "Ich kann bestätigen, dass wir schon bei Beginn des Gesprächs zwischen Dr. Theo Zwanziger und mir davon ausgehen mussten, dass Manfred Amerell das Angebot des Mediationsgesprächs nicht aufrechterhalten würde." Offenbar als Reaktion auf die Mitteilung wurde Amerell seinerseits erneut aktiv.

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