Beckenbauer: Klopp ein Kandidat beim FC Bayern

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Beckenbauer sieht Klopp als Kandidat für den FCB

München - Für Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer ist Dortmunds Meistertrainer Jürgen Klopp ein heißer Kandidat auf den Chefcoachposten beim deutschen Rekordmeister Bayern München.

München (SID) - Für Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer ist Dortmunds Meistertrainer Jürgen Klopp ein heißer Kandidat auf den Chefcoachposten beim deutschen Rekordmeister Bayern München. "Ich weiß nicht, ob Jupp Heynckes sich den Trainerjob noch die nächsten zehn Jahre antun will. Und ich kann mir gut vorstellen, dass er irgendwann einen Titel als Möglichkeit nimmt, um seine Trainerkarriere zu beenden. Unsere Verantwortlichen machen sich über seine Nachfolge Gedanken. Und ich glaube, dass auf der Kandidatenliste auch Jürgen Klopp steht", sagte der 66-Jährige im Interview der Welt am Sonntag.

Der Ehrenpräsident des FC Bayern würde sich außerdem für eine Vertragsverlängerung mit dem niederländischen Star Arjen Robben aussprechen. "Ich würde es tun. Wir wissen, dass er empfindlich ist. Aber er kann Spiele allein entscheiden", betonte der "Kaiser". Der Vertrag des verletzungsanfälligen Vize-Weltmeisters Robben bei den Bayern läuft 2013 aus.

Beckenbauer nahm auch zum Stellenwert von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger bei den Bayern Stellung: "Dass er ein wertvoller Spieler ist, wussten wir. Aber dass er so fehlt, das hat selbst mich überrascht. Er hat sich enorm entwickelt, ist ein echter Kapitän geworden."

Am meisten überrascht hat den 103-maligen Nationalspieler in dieser Bundesliga-Saison bislang Borussia Mönchengladbach ("Das ist eine Sensation"), enttäuscht war der Kapitän der Weltmeistermannschaft 1974 vom Auftreten des VfL Wolfsburg, die Mannschaft "müsste weiter oben stehen".

Keine Sorgen macht sich Beckenbauer um die deutsche Nationalmannschaft: "Ich sehe derzeit keine Baustellen für Joachim Löw." Der Bundestrainer haben "zwei komplette Mannschaften".

Handlungsbedarf sieht der Weltmeister-Teamchef von 1990 in punkto Gewalt: "Wir müssen reagieren. Diese Chaoten einfach niederzuschlagen, ist keine Lösung. Ich denke, dass die eingerichtete Task Force ein Schritt in die richtige Richtung ist. der DFB muss ich künftig noch mehr mit Polizei, Fans und Vereinen austauschen."

Den designierten DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach sieht Beckenbauer als "beste Lösung" an. "Er wird von allen Seiten akzeptiert und besitzt absolute Fachkompetenz", äußerte der "Kaiser", "ein wirklich würdiger DFB-Präsident."

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