Becherwurf: DFB wartet auf Schiedsdrichter-Bericht

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St. Pauli droht erneut eine harte Strafe

Hamburg - Zweitligist FC St. Pauli muss nach dem erneuten Becherwurf auf einen Schiedsrichter am Millerntor mit einer empfindlichen Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechnen.

Hamburg (SID) - Zweitligist FC St. Pauli muss nach dem erneuten Becherwurf auf einen Schiedsrichter am Millerntor mit einer empfindlichen Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechnen. Am Freitag war der Unparteiische Christian Leicher nach dem Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue (2:3) auf dem Weg in die Kabine am Kopf getroffen worden.

Bislang wurden noch keine Ermittlungen eingeleitet. "Der Kontrollausschuss wartet den Schiedsrichterbericht ab und entscheidet dann über das weitere Vorgehen", teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker auf SID-Anfrage mit.

Der Vorfall am Millerntor ist der zweite dieser Art innerhalb von nur sechs Monaten. Am 1. April war Assistent Thorsten Schiffner in der Bundesliga-Partie zwischen St. Pauli und Schalke 04 in der Schlussphase von einem vollen Bierbecher am Kopf getroffen worden und daraufhin zusammengebrochen. Die Schalker führten zu diesem Zeitpunkt 2:0, die Begegnung wurde abgebrochen und die Spielwertung beibehalten.

Der DFB verurteilte St. Pauli zunächst zu einem Geisterspiel, reduzierte die Strafe aber anschließend. Nach dem Abstieg mussten die Norddeutschen ihr erstes Heimspiel in der 2. Bundesliga außerhalb von Hamburg austragen und traten in Lübeck an. Dabei kam es zu einem "Teilausschluss der Öffentlichkeit", lediglich 12.500 Zuschauer und 1250 Gästefans erhielten Zutritt zum Stadion. Als "Wiederholungstäter" dürfte St. Pauli diesmal nicht so glimpflich davonkommen.

Der Täter konnte nach dem Zwischenfall vom Freitag offenbar sofort identifiziert und von Sicherheitskräften abgeführt werden. Schiedsrichter Leicher hatte wenig später erklärt, dass er den Vorgang im Spielberichtsbogen vermerken werde.

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