FC Bayern in Unterzahl "Herbstmeister"

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Traf zum 1:0: Mario Gomez

München - Der FC Bayern ist "Herbstmeister" und hat damit beste Aussichten, am Ende dieser Bundesliga-Saison seinen 23. Titel zu feiern. Das Team von Jupp Heynckes schlug Köln mit 3:0 (0:0).

München (SID) - Der FC Bayern ist "Herbstmeister" und hat damit beste Aussichten, am Ende dieser Bundesliga-Saison seinen 23. Titel zu feiern. Die Treffer von Mario Gomez (48.), David Alaba (63.) und Toni Kroos (88.) zum 3:0 (0:0) gegen einen hasenfüßigen 1. FC Köln sicherten dem deutsche Rekordmeister, der ab der 33. Minute ohne den vom Platz gestellten Franck Ribéry auskommen musste, zum 17. Mal den inoffiziellen Titel des Herbstchampions - immerhin 14-mal holten die Münchner in diesem Fall auch die Schale. Die Verfolger Borussia Dortmund und Schalke 04 werden nach dem letzten Bundesliga-Wochenende vor der Winterpause mindestens drei Zähler hinter dem Tabellenführer stehen.

Zum Abschluss der Hinrunde zündete der FC Bayern nach dem Abpfiff noch ein Feuerwerk im Stadion, zuvor sprühten auf dem Feld lange Zeit keine Funken. Für die größte Aufregung sorgte zunächst Ribéry, der nach zwei Unsportlichkeiten innerhalb weniger Sekunden Gelb-Rot von Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) sah. Gegen zehn Münchner spielten die Kölner dann allerdings erstaunlicherweise nicht weniger ängstlich als zuvor gegen elf, dies rächte sich schon kurz nach der Halbzeit, als Gomez eine Vorlage von Thomas Müller zu seinem 16. Saisontor nutzte. Zuletzt hatte der Brasilianer Ailton in der Saison 2003/2004 eine Halbserie mit 16 Treffern abgeschlossen.

Von den vergangenen fünf Heimspielen gegen den 1. FC Köln hatte der FC Bayern in der Liga keines gewonnen - und trotz großer Anstrengungen sah es lange nicht so aus, als könne der designierte "Herbstmeister" diese seit 2002 anhaltende Serie endlich beenden. Von Beginn an standen die Gastgeber einem breiten Abwehrriegel gegenüber. Köln spielten praktisch mit einer Fünfer-Kette in der Abwehr. Nach 14 Minuten wurde der Plan von Trainer Stale Solbakken aber durchkreuzt: Miso Brecko, Bewacher von Ribéry, musste verletzt vom Feld, Tomoaki Makino rückte neu in die Innenverteidigung, Henrique Sereno nahm es mit dem Franzosen auf.

Die Münchner versuchten sich mit schier endlosen Ballstaffetten an den Strafraum der Kölner heranzuarbeiten. Zugleich gingen sie nach Ballverlusten so engagiert zu Werke, dass die Rheinländer, die Lukas Podolski als einzige Spitze aufgeboten hatten, nicht über die Versuche eines Spielaufbaus hinauskamen - Podolski wurde in der 68. Minute ausgewechselt. Große Chancen spielte sich aber auch der überlegene FC Bayern zunächst nicht heraus. Die Gastgeber versuchten es mit schnellen Pässen in die Spitze, mit Angriffen über die Außenpositionen, mit Flanken und mit Doppelpässen - nichts wirkte.

Es mag also Frust gewesen sein, dass der bis dahin gute Ribéry, nach einer halben Stunde die Nerven verlor. Nach gegenseitigen Kopfgestoße zwischen dem Franzosen und Sereno zeigte Schiedsrichter Winkmann beiden Spielern nur Gelb. Wenige Sekunden später griff Ribéry dann aber Sereno noch mal an dessen Hals: Gelb-Rot. Es war ohnehin kein guter Tag für den Franzosen. Schon am Nachmittag war er von einem Gericht in Luxemburg in erster Instanz zu einer Zahlung von drei Millionen Euro an seinen ehemaligen Berater verurteilt worden.

Immerhin: Der Platzverweis schien die Münchner eher noch zu beflügeln, Köln blieb stur bei seinem defensiven Konzept und schien darauf bedacht, nur ja kein Debakel zu erleben. Nahezu mühelos beherrschte der FC Bayern anschließend Ball und Gegner. Dem Treffer von Gomez ging ein Ballverlust von Kölns Kapitän Pedro Geromel voraus. Noch ungeschickter stellten sich die Gäste in der 63. Minute an, als zwei Kölner einen Eckball des guten Kroos verfehlten und der eingewechselte Alaba ungestört "abstaubte".

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