Bayern stürmen dank Gomez den Betzenberg

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Feiert seinen Dreierpacki: Mario Gomez

Kaiserslautern - Dank eines Dreierpacks von Mario Gomez hat Fußball-Rekordmeister Bayern München auf seinem Weg an die Bundesliga-Spitze auch den einst gefürchteten Betzenberg gestürmt.

Kaiserslautern (SID) - Dank eines Dreierpacks von Mario Gomez hat Fußball-Rekordmeister Bayern München auf seinem Weg an die Bundesliga-Spitze auch den einst gefürchteten Betzenberg gestürmt. Die Bayern, die auf ihren verletzten Superstar Arjen Robben verzichten mussten, setzten sich am 4. Spieltag problemlos mit 3:0 (1:0) beim 1. FC Kaiserslautern durch und feierten den fünften Pflichtspielsieg in Folge.

Gomez traf in der 37. Minute zunächst per Handelfmeter gegen die weiterhin sieglosen Roten Teufel. In der 55. Minute scheiterte der Nationalstürmer mit einem Foulelfmeter am Lauterer Torwart Kevin Trapp, den Nachschuss brachte er aber über die Linie. In der 69. Minute schnürte Gomez dann den Dreierpack. Lauterns Ivo Ilicevic sah in der 90. Minute zu allem Überfluss die Rote Karte.

Die 49.780 Zuschauer im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion sahen schon in der 2. Minute die erste große Chance der Gäste. Nach einem Freistoß von Franck Ribéry vergab Gomez per Kopf. Nur zwei Minuten später konnte Daniel van Buyten erneut eine Kopfball-Möglichkeit nach einer Ecke von Holger Badstuber nicht zu Führung nutzen.

Die Münchner, bei denen neben Robben (Schambeinentzündung) auch der Brasilianer Breno (Aufbautraining) und der Kroate Ivica Olic (Sehnenriss im Hüftbeuger) fehlten, beherrschten auch im Anschluss das Spiel. Vor der Partie hatte Sportdirektor Christian Nerlinger erklärt, dass die Bayern definitiv keinen Ersatz für Olic verpflichten werden. "Das ist endgültig, wir holen niemanden", sagte der frühere FCK-Profi.

Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, der zuvor als Bayern-Coach noch nie in Kaiserslautern gewinnen konnte, ließ die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Dies gelang auch ohne die Stammkräfte Rafinha, Luiz Gustavo und Toni Kroos, die nur auf der Ersatzbank saßen. Kapitän Philipp Lahm, dessen Biografie in den vergangenen Tagen hohe Wellen geschlagen hatte, vergab die beste Chance zur Führung (9.).

Die Pfälzer, die ohne Dorge Kouemaha (Faserriss im Adduktorenbereich), Gil Vermouth, Alexander Bugera (beide Trainingsrückstand), Jan Simunek (Reha nach Adduktorenoperation) und Adam Nemec (Brustwirbelbrüche) auskommen mussten, fanden in der Offensive nicht statt. Alle Lauterer waren mit der Abwehrarbeit beschäftigt.

Das änderte sich erst nach knapp 20 Minuten, als der FCK den Respekt ein wenig abgelegt hatte. Obwohl die Lauterer in dieser Phase besser ins Spiel kamen, dominierten die Münchner weiter die Begegnung. Allerdings konnten sich die Bayern zunächst nicht mehr solch klare Gelegenheiten wie zu Beginn erarbeiten. Kurz vor der Pause fiel aber doch noch die Führung. Der Lauterer Innenverteidiger Rodnei bekam den Ball im Strafraum an die Hand, Gomez verwandelte den fälligen Strafstoß sicher.

Nach dem Seitenwechsel begnügten sich die Bayern zunächst damit, das Spiel zu kontrollieren. Obwohl die Gäste das Tempo drosselten, schauten die Lauterer dem Spiel der Bayern nur interessiert zu. Der zweite Münchner Treffer war nur eine Frage der Zeit. Als Pechvogel Rodnei den Bayern erneut einen Gefallen tat und Thomas Müller foulte, traf Gomez im zweiten Versuch zum dritten Mal in dieser Saison. Kurz darauf schickte Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) den protestierenden FCK-Torwarttrainer Gerald Ehrmann auf die Tribüne. Von dort aus sah Ehrmann den dritten Gomez-Treffer.

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