Paralympics 2012:

Rollstuhl-Basketballerinnen gewinnen Gold

+
Erfolg für das dt. Team in London.

Das Daumendrücken von NBA-Star Dirk Nowitzki hat geholfen: Im paralympischen Basketball-Finale der Damen setzte sich das Deutsche Team gegen Australien mit 58:44 (26:19) durch und gewann zum ersten Mal seit 1984 Gold. Bronze holten die Niederlanden, die im Halbfinale Deutschland unterlegen waren. 

Das Team um Bundestrainer Holger Glinicki erwischte zunächst einen schlechten Start und lag schnell10:4 hinten. Ein 10-0 Run bescherte dem Deutschen Team die erste Führung (14:4), die nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. Beste Werferin (19 Punkte) war die in den USA spielende Mareike Adermann. Die gewohnt starke Mannschaftsführerin Marina Mohnen war sich bereits vor dem Spiel siegessicher und spielte mit gold-lackierten Fingernägel. Für Mohnen und ihr Team ist dieser Tag der wohlschönste ihrer Karriere, denn 2008 schaffte das Team in Peking „nur“ auf die zweithöchste Stufe des paralympischen Treppchens.

Bundestrainer Glinicki war sich vor dem Spiel sicher: „Wenn wir mehr als 50 Punkte machen, gewinnen wir das Match“. Nach 28 Jahren ohne Gold bei den Paralympics kündigte er nach dem Triumph seiner Mannschaft an aus Freude in die Themse zuspringen. Am Sonntag, dem Abschlusstag der Paralympics, hat der selbst im Rollstuhl sitzende Bundestrainer seine Ankündigung war gemacht und ist ins Hafenbecken des Londoner Bankenviertels in Canary Wharf gesprungen. „Dafür hat es sich gelohnt, dass wir Gold geholt haben“, rief Glinicki beim Baden überglücklich.

Die deutschen Basketballer hingegen waren als Medaillenkandidaten gestartet, scheiterten allerdings im Viertelfinale an den USA und verloren auch am Samstag das Spiel um Platz 5 gegen Spanien mit 48:67 (23:26).

Ramy Azrak

Auch interessant

Weitere Themen

Kommentare