Basketball

Faszination Basketball - Nachgefragt bei Fans der Telekom Baskets Bonn

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Faszination Basketball auch im Telekom Dome – bei der Lautstärke kann man auch mal Ohrschützer anziehen

Was macht die Faszination des Basketballs für seine Fans aus? Ramy Azrak nutze die Gelegenheit und fragte im Telekom Dome beim Spiel nach. Nah dran am Fan, nah dran am Sport, nah dran am Training - das ist trainingsworld.

Der Ball muss von oben durch einen Ring geworfen werden. Simpel, oder? Genau das ist die Spielidee des Basketballs. Doch wieso ist diese im Jahre 1891 von Dr. James Naismith (Die Geschichte des Basketballs) entwickelte Sportart heute weltweit so populär?

Ich war beim unglaublich spannenden 4. Playoff-Spiel der Telekom Baskets Bonn gegen den Meister und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg (82:84 – Meister Bamberg trotzt dem Bonner Schlussspurt und zieht ins Halbfinale ein) für euch unterwegs und habe ein paar Stimmen der Telekom Baskets Fans gesammelt, wieso Basketball aus ihrer Sicht so faszinierend ist.

 

Fast alles ist möglich

„Wie man heute gesehen hat, ist im Basketball fast alles möglich. Wer hätte denn gedacht, dass die Baskets nach 20 Punkten Rückstand noch mal so zurückkommen? Im Basketball geht es immer hin und her und manchmal ist dieser Sport einfach nichts für schwache Nerven“, ist die Meinung des 19-Jährigen Baskets-Fans Johannes Kehren nach dem Spiel. Er spielt in der 6. Herrenmannschaft bei den Telekom Baskets Bonn und besucht als Dauerkartenbesitzer alle Heimspiele seines Vereins.

Anders als beim Fußball geht es tätsächlich immer hin und her. Es gibt keine Ruhepausen und auch klarste Rückstände bedeuten im Basketball nicht unbedingt, dass man das Spiel schon verloren hat. Neben der Physis spielt aber so auch immer die Psychologie eine wichtige Rolle. Hat man einmal einen „Run“, so wie Chris Tucker, der im 3. Viertel im Alleingang 12 Punkte hintereinander erzielte, dann trifft man einfach alles und schießt die Lichter in der Halle aus.

Mein Pressekollege von einer lokalen Bonner Zeitung direkt neben mir überlegte sich schon die passende Überschrift, als der Deutsche Meister bereits mit 20 Punkten Vorsprung führte. Der Basketball schreibt aber manchmal verrückte Geschichten und so hätte Veikalas mit der Schlusssirene mit einem Dreipunktewurf fast noch für ein kleines Wunder gesorgt und den Artikel meines Pressekollegen auf den Kopf gestellt.

 

Was man mit Motivation, Leidenschaft und Kampfgeist im Basketball erreichen kann ist erstaunlich

Der 14-Jährige David Stozek spielt selbst gern in jeder Sekunde seiner Freizeit Basketball und besucht regelmäßig Spiele der Telekom Baskets Bonn: „Mich fasziniert im Basketball der Teamspirit. Die Baskets haben sich füreinander zerrissen und als Team verloren. Was man mit Motivation, Leidenschaft und Kampfgeist im Basketball erreichen kann ist erstaunlich. Wenn man am Ende trotzdem verliert, aber alles gegeben hat, dann kann man stolz vom Platz gehen. Deshalb liebe ich dieses Spiel.“

 

Das Erlebnis live in der Halle mit dabei zu sein ist überragend

Für Oualid Fauzi ist die Atmosphäre im Telekom Dome fantastisch. Der 15-Jährige geriet kurz vor Schluss, als Veikalas Sekunden vor dem Spielende mit einem Dreier auf einen Punkt Rückstand verkürzte, fast in Extase. „Ich fand die Schlussphase unglaublich spannend und werde nächste Saison viel mehr Spiele der Baskets besuchen. Das Erlebnis, live in der Halle mit dabei zu sein, ist überragend und hat echt großen Spaß gemacht“.

Auch wir Medienvertreter hatten eine Gänsehaut, als nach dem Spiel die gesamte Halle aufstand, um ihre Helden nach dieser großartigen Leistung – trotz Niederlage und Playoff-Ausscheiden – zu beglückwünschen. Aber auch die Brose Baskets Bamberg wurden fair verabschiedet und zollten dem Gegner großen Respekt. Auch das ist Basketball: Fairplay, Respekt und Toleranz!

 

Ramy Azrak

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