Basketball-Bundesliga "die Nummer zwei in Europa"

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Neuer TV-Partner für die Basketball-Bundesliga?

Köln - Die Basketball Bundesliga (BBL) wird immer attraktiver, und auch wirtschaftlich geht es weiter aufwärts. So lautet das Zwischenfazit von BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.

Köln (SID) - Die Basketball Bundesliga (BBL) wird immer attraktiver, und auch wirtschaftlich geht es weiter aufwärts. So lautet das Zwischenfazit von BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. Der Zuschauerschnitt in der Vorrunde hat sich demnach im Vergleich zur vergangenen Saison um rund 15 Prozent auf 4246 erhöht. "Damit sind wir die Nummer zwei in Europa", so Pommer. Zudem steigerten die 18 Klubs den Umsatz bis Ende Januar auf 61 Millionen Euro. Pommer rechnet bis zum Saisonende mit einer Umsatz-Steigerung um sieben bis acht Millionen.

Beide Steigerungsraten haben laut Jan Pommer auch mit Neuling Bayern München zu tun. "Der Aufstieg des FC Bayern München in die höchste Spielklasse sowie der Bau größerer Arenen wie in Ulm generieren mehr Umsatz", heißt es dazu in der BBL-Mitteilung. Aufsteiger München verzeichnete einen Zuschauerschnitt von 5779 und ist damit die Nummer drei hinter Alba Berlin (11.260) und Meister Brose Baskets Bamberg (6793). Ulm steigerte seine Zuschauerzahl von 2918 aus der Vorsaison auf eine hundertprozentige Auslastung von 4714 Fans pro Partie.

Pommer will sich mit dieser Entwicklung aber nicht zufrieden geben. Spätestens bis 2020 soll sportlich und wirtschaftlich die spanische Liga überholt und das Ziel Platz eins in Europa erreicht sein. Das wachsende Interesse an der BBL will Pommer auch dazu nutzen, sich bei der Vergabe der Ende der Saison frei werdenden TV-Rechte (Sport1) nach möglichen anderen Partnern umzusehen.

"Wir sind in Gesprächen mit anderen Partnern wie Sky, Telekom oder Eurosport, aber auch Sport1. Die erste Runde haben wir hinter uns", sagte Pommer. Die Kernaufgabe sei es, mehr Leute an den Basketball heranzuführen. Dafür brauche die Bundesliga eine hohe Präsenz in den elektronischen Medien. Nachgedacht werde in diesem Zusammenhang auch über die Produktion eines eigenen wöchentlichen Magazins im Internet.

Das Financial Fair Play wie im Fußball will Pommer auch im Basketball angewendet sehen. "Das ist ein Stellhebel für die Zukunft. Viele Klubs kaufen zu Saisonbeginn groß ein und wissen doch, dass sie die finanziellen Verpflichtungen nicht bis zum Schluss einhalten können", sagte Pommer. Es müsse wie im Fußball sein, wo künftig die Regel gelten soll: Es darf nicht mehr ausgegeben werden, als man einnimmt.

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