Bamberg und Ulm bestreiten Basketball-Traumfinale

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Anthony Tucker führt Bamberg ins Finale

Bamberg - Das Traumfinale in der deutschen Basketball-Liga zwischen den Brose Baskets Bamberg und ratiopharm Ulm ist perfekt.

Bamberg (SID) - Das Traumfinale in der deutschen Basketball-Liga zwischen den Brose Baskets Bamberg und ratiopharm Ulm ist perfekt. Beide Mannschaften gewannen auch den dritten Vergleich in ihren Best-of-five-Serien und spielen nun ab Sonntag in der Final-Serie den neuen deutschen Meister aus. Zuerst demontierte der Double-Sieger aus Bamberg die Artland Dragons mit 94:63 (27:12, 23:17, 21:21, 23:13). Die Ulmer zogen am Abend nach und besiegten die Würzburg Baskets in einem spannenden Spiel 88:80 (15:18, 25:12, 20:32, 28:18) und stehen nun als letzte verbliebene Mannschaft zwischen den Brose Baskets und ihrem möglichen "Triple-Double".

Wie in den ersten beiden Partien hatte der Titelverteidiger aus Bamberg wenig Mühe mit den Artland Dragons. Im dritten Spiel der Best-of-five-Serie überrollte das Spitzenteam in der ausverkauften Stechert Arena die Gäste regelrecht. Nach dem Sieg im Pokalfinale gegen Bonn hat die Mannschaft von Trainer Chris Fleming die Chance, bereits zum dritten Mal in Folge das Double gewinnen. Ein solches "Triple-Double" ist zuvor noch keiner Mannschaft gelungen.

"Das ist ein tolles Gefühl, den Finaleinzug mit diesem geilen Team erneut geschafft zu haben. Wir haben bewiesen, dass wir immer noch einen draufsetzen können. Das wird uns hoffentlich auch im Finale gelingen", sagte der starke deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß.

Bereits nach der ersten Hälfte war klar, dass an diesem Tag nur die Brose Baskets als Sieger vom Platz gehen würden. Die Gastgeber um den überragenden Anthony Tucker (19 Punkte) bauten den Vorsprung schon im zweiten Viertel auf fast 30 Punkte aus und schossen die Dragons aus der Distanz ab. Mehr als jeder zweite Schuss von der Dreier-Linie fand sein Ziel und entnervte die chancenlosen Gäste. Die zweite Hälfte verkam endgültig zur Demonstration der Bamberger Dominanz.

Von einer solchen Vorführung war der Erfolg der Ulmer, die in den Play-offs weiter ungeschlagen bleiben, im dritten Spiel ihrer Serie gegen Würzburg weit entfernt. Der Tabellenzweite der Hauptrunde musste lange zittern, bevor der erste Finaleinzug seit 1998 geschafft war. Über weite Strecken der Partie erlebten die Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe, in dem der Aufsteiger am Ende des dritten Viertels sogar knapp in Führung lag.

Erst im Schlussviertel gelang es den Spielern um Vorrunden-MVP John Bryant, der mit 10 Punkten und 13 Rebounds einen großen Anteil am Erfolg hatte, sich abzusetzen. Auf diese Schlussoffensive fanden die Gäste, bei denen John Little mit 19 Punkten bester Werfer war, keine passende Antwort mehr.

Am Sonntag (3. Juni/15.15 Uhr) startet die Finalserie im Modus "best of five" zwischen den beiden besten Teams der Liga mit dem ersten Spiel in Bamberg.

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