Ballack bei Dämpfer für Leverkusen nur Zuschauer

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90 Minuten auf der Bank: Michael Ballack

Bremen - Bayer Leverkusen hat im Rennen um die internationalen Plätze einen Dämpfer hinnehmen müssen - und Michael Ballack durfte beim 1:1 (0:1) bei Werder Bremen nur zusehen.

Bremen (SID) - Bayer Leverkusen hat im Rennen um die internationalen Plätze einen Dämpfer hinnehmen müssen - und Michael Ballack durfte nur zusehen: Beim 1:1 (0:1) der Rheinländer bei Werder Bremen ließ Leverkusens Trainer Robin Dutt den früheren Nationalspielmannschafts-Kapitän nach dessen schwachen Auftritt gegen Mainz 05 und der Abrechnung von Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser mit dem Mittelfeldstar 90 Minuten auf der Bank schmoren. Durch das Remis liegt Bayer auf Platz sechs weiter einen Platz und einen Zähler hinter Bremen auf Rang sechs.

Von der Bank sah Ballack wie 40.060 Zuschauer im Weserstadion in der 29. Minute Werders Führung. Tom Trybull flankte auf Claudio Pizarro, und der Torjäger vollendete gekonnt zu seinem 13. Saisontor. Stefan Reinartz sicherte den Gästen zwölf Minuten nach der Pause wenigstens einen Punkt.

Dabei hatte Bayer zu Beginn die Initiative übernommen. Die Gäste agierten mit einer Raute im Mittelfeld, bei der Lars Bender den offensiven Part übernahm und die Spitzen André Schürrle sowie Stefan Kießling füttern sollte. Insbesondere der agile Schürrle begann auffällig und gab in der elften Spielminute den ersten Warnschuß ab.

Die Hausherren fanden zunächst kein Mittel, um das gut gestaffelte Mittelfeld der Gäste schnell zu überwinden. Leverkusen war im Zentrum klar überlegen und kam durch Daniel Schwaab und Lars Bender (20. und 21.) zu weiteren Abschlüssen. Bei einem Konter hatte Pizarro danach jedoch seine erste Großchance zur Führung, verzog aber knapp (22.).

Nun allerdings war Werder im Spiel und kam vermehrt zu Konterchancen, es fehlte jedoch zunächst die Präzision im Abschluss, bis Pizarro sehenswert mit links traf. Kurz vor dem Wechsel hatte Werder eine weitere Großchance: Markus Rosenberg war schon an Keeper Bernd Leno vorbei, Schwaab rettete jedoch auf der Linie.

Nach dem Wechsel wollte Dutt mehr Offensivaktionen sehen und brachte Stürmer Eren Derdiyok für Verteidiger Danny da Costa. Ballack durfte sich nun ebenfalls immerhin warmlaufen und sah bemühte Teamkollegen, die aber immer wieder Konter zulassen mussten. Diese spielte Werder aber zunächst nicht zu Ende.

Der Auftritt der Elf von Werder-Coach Thomas Schaaf war dennoch aller Ehren wert. Denn Schaaf musste zahlreiche Stammkräfte ersetzen, unter anderem Sebastian Prödl, der vergangene Woche im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern mehrere Knochenbrüche im Gesicht erlitten hatte. Dafür brachte Schaaf Neuzugang Francois Affolter, der erst unter der Woche an der Weser vorgestellt wurde.

Direkt neben Affolter spielte ein weiterer Debütant: Der 18 Jahre alte Florian Hartherz ersetzte den gesperrten Lukas Schmitz als Linksverteidiger und zeigte einen mutigen Auftritt, musste aber in der 57. Minute den Ausgleich mitansehen: Nach einer Ecke verschätzte sich Tim Wiese im Werder-Tor - und Reinartz war zur Stelle.

Beflügelt vom Ausgleich war Leverkusen nun wieder am Drücker. Werder, wo Niclas Füllkrug als dritter Neuling zum Einsatz kam, wurde dabei zusehends in die Defensive gedrängt. Doch neun Minuten vor dem Abpfiff bekam Rosenberg eine weitere Chance zum Bremer Siegtreffer, vergab die Gelegenheit allerdings.

Bei Werder gehörte Pizarro wie Verteidiger Sokratis zu den stärksten Akteuren, in Leverkusens Mannschaft taten sich besonders Reinartz und Michal Kadlec hervor.

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