Bahnrad-WM: Welte verpasst Medaille

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Miriam Welte geht im Einzel leer aus

Melbourne - Teamsprint-Weltmeisterin Miriam Welte hat bei der Bahnrad-WM eine zweite Medaille verpasst. Die 25-Jährige musste sich im Viertelfinale Simona Krupeckaite geschlagen geben.

Melbourne (SID) - Teamsprint-Weltmeisterin Miriam Welte hat bei der Bahnrad-WM in Melbourne eine zweite Medaille verpasst. Die 25-Jährige aus Kaiserslautern musste sich im Viertelfinale in zwei Läufen der litauischen Ex-Weltrekordlerin Simona Krupeckaite geschlagen geben. Im Rennen  um die Plätze fünf bis acht wurde Welte dann Zweite und belegte den sechsten Gesamtrang.

   "Enttäuscht bin ich überhaupt nicht. Ich bin hier an den Start gegangen, um nicht wieder in der ersten Runde auszuscheiden, wie es die letzten Jahre immer war. Gestern habe ich gesagt, alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Daher bin ich happy, im Viertelfinale gewesen zu sein", sagte Welte, die sich in Runde eins gegen die Japanerin Kayono Maeda und im Achtelfinale gegen die Französin Sandie Clair durchgesetzt hatte.

   Kristina Vogel (Erfurt), die am Mittwoch überraschend mit Welte in Weltrekordzeit Gold geholt hatte, scheiterte bereits im Vorlauf an Daniela Grelui Larreal Chirinos (Venezuela). "Es haben nur ein paar Zentimeter gefehlt, das ist sehr schmerzhaft", sagte Vogel. 

   In der Qualifikation hatte die Australierin Anna Meares für einen weiteren Weltrekord gesorgt. Die 28-Jährige legte die 200 m mit fliegendem Start in 10,782 Sekunden zurück und war damit elf Tausendstel schneller als Krupeckaite 2010 in Moskau. Welte wurde in 11,033 Sekunden und damit persönlicher Bestzeit starke Dritte: "Damit hätte ich nicht gerechnet, das ist supergut." Vogel (Erfurt) landete auf Rang sechs (11,078). Welte setzte sich in der K.o.-Runde gegen die Französin Sandie Clair

   In der 3000-m-Teamverfolgung kamen die deutschen Frauen mit Charlotte Becker (Becker), Lisa Brennauer (Durach) und Madeleine Sandig (Sandig) in 3:24,145 Minuten auf den achten Platz und sicherten sich als drittbestes europäisches Team endgültig die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London. "Die Zeit an sich schätze ich jetzt nicht so schlecht ein, aber wenn man sieht, dass hier Weltrekord gefahren wird, stehen wir schon ein Stück hinten dran", sagte Brennauer. 

  Gold sicherte sich Großbritannien, das in 3:15,720 Minuten seinen in der Qualifikation aufgestellten Weltrekord (3:16,850) noch einmal deutlich unterbot. Silber ging an Gastgeber Australien, der wenige Minuten vor den Briten für den ersten Weltrekord des Tages (3:17,053) gesorgt hatte.

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