Bahn-WM: Förstemann und Bötticher scheitern

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Im Viertelfinale gescheitert: Robert Förstemann

Melbourne - Robert Förstemann und Stefan Bötticher sind bei der Bahnrad-WM in Melbourne im Sprint-Viertelfinale ausgeschieden. Beide Sprinter fahren nun um die Ränge fünf bis acht.

Melbourne (SID) - Robert Förstemann aus Gera und Stefan Bötticher aus Breitenworbis sind bei der Bahnrad-WM in Melbourne im Sprint-Viertelfinale ausgeschieden. Förstemann hatte gegen den britischen Olympiasieger Chris Hoy im Entscheidungslauf nur um Millimeter das Nachsehen, Bötticher unterlag dem französischen Top-Favoriten Grégory Baugé dagegen deutlich in zwei Läufen.

"Es ist schon brutal, dass am Ende eine halbe Reifenstärke entscheidet. Aber ich habe gezeigt, was ich drauf habe und Altmeister Hoy ganz schön geärgert. Auch wenn ich nur zufrieden bin, wenn ich ganz oben auf dem Treppchen stehe", sagte Förstemann, der hofft mit seiner Leistung ein gutes Bewerbungsschreiben für Olympia in London abgegeben zu haben. Dort dürfte die Entscheidung über den deutschen Startplatz zwischen ihm und dem Cottbuser Maximilian Levy fallen, der sich in Melbourne auf den Teamsprint und das Keirinrennen konzentriert.

Die beiden Deutschen entschieden letztlich immerhin das Rennen um die Ränge fünf bis acht überlegen für sich. Förstemann gewann und wurde damit Gesamtfünfter, Bötticher fuhr direkt dahinter auf Platz sechs. Der Erfurter René Enders war zuvor bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Er unterlag dem Franzosen Mickael Bourgain.

Neben Hoy und Baugé kämpfen der Australier Shane Perkins und der britische Titelverteidiger Jason Kenny am Samstag im Halbfinale um die Medaillen.

Zu Beginn des Wettkampfes hatte Baugé die Sprint-Qualifikation für sich entschieden. Baugé legte die 200 m mit fliegendem Start in 9,854 Sekunden zurück und war damit zwei Hundertstel schneller als Förstemann auf Rang zwei.

Baugé hatte 2011 im niederländischen Apeldoorn zum dritten Mal in Serie Sprintgold gewonnen, war dann aber aufgrund eines Verstoßes gegen das Dopingreglement nachträglich im Einzel und im Teamsprint disqualifiziert worden. Das hatte den im Teamsprint zweitplatzierten Deutschen Gold am grünen Tisch eingebracht, den Einzeltitel bekam Kenny zugesprochen.

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