Aufsteiger Bayern holt ersten Sieg

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Sah den Sieg von der Seitenlinie: Dirk Bauermann

München - Aufsteiger Bayern München hat den ersten Sieg in der Basketball-Bundesliga eingefahren. Am zweiten Spieltag bezwangen die Bayern diePhantoms Braunschweig mit 90:87 (41:40).

München (SID) - Aufsteiger Bayern München hat trotz eines schwachen Starts den ersten Sieg in der Basketball-Bundesliga eingefahren. Am zweiten Spieltag bezwangen die Bayern Pokalfinalist Phantoms Braunschweig mit 90:87 (41:40) und feierten damit eine gelungene Heimpremiere. Das erste Spiel hatten sie mit 76:80 bei den Telekom Baskets Bonn verloren.

Dabei erwischten die ohne den verletzten Nationalspieler Robin Benzing angetretenen Münchner einen Fehlstart. Schnell lagen sie mit 6:17 zurück, Mann des ersten Viertels war der Braunschweiger Nils Wittmann mit zehn Punkten in den ersten vier Minuten. Für die Wende zeichnete dann vor allem Jonathan Wallace verantwortlich. Erst verkürzte er durch sieben Punkte in Folge, dann sorgte er mit einem spektakulären Dreier kurz vor der Halbzeit für die erste Führung (40:39).

"Es war ein unheimlich spannendes Spiel. Am Ende war es ein 'mir san mir'", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der das Spiel zwischen seinem Bruder Dieter und dem früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber verfolgte und während des Interviews nach dem Schluss alle Spieler einzeln abklatschte. Im dritten Viertel bogen die Münchener auf die Siegerstraße ein, mussten unter anderem wegen einer desaströsen Freiwurf-Quote aber bis zum Schluss zittern. Kurios: Münchens Darius Hall wurde nach etwas mehr als drei gespielten Minuten wegen des fünften Fouls ausgeschlossen.

Für den Fall des kompletten Saison-Ausfalls in der nordamerikanischen Profiliga NBA denken die Bayern über die Verpflichtung der Superstars Dirk Nowitzki und Chris Kaman nach. "Kaman ist ein hochinteressanter Spieler. Wenn die Saison komplett ausfallen würde, müsste man darüber nachdenken", sagte Bayern-Trainer Dirk Bauermann vor dem Spiel dem TV-Sender Sport1 und ergänzte schmunzelnd mit Blick auf Nowitzki: "Und dann gäbe es natürlich noch einen anderen hochinteressanten Mann."

Sportdirektor Marko Pesic hatte nach dem Abgang von Center Sharrod Ford unter der Woche bereits die Verpflichtung eines NBA-Stars für möglich erklärt: "Vor einigen Wochen hätte ich das noch ausgeschlossen. Nun müssen wir handeln." Bauermann und Bayern-Präsident Uli Hoeneß schlossen aber eine Übergangslösung aus. "Wir suchen keinen, der nur vier bis sechs Wochen vorbeischaut, auf gepackten Koffern sitzt und nach Ende der Aussperrung wieder zurückgeht", sagte der Trainer: "Wenn wir das tun würden, müssten wir schon sehr verzweifelt sein."

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