Angebliche Zahlungen belasten Armstrong

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Neue Vorwürfe gegen Lance Armstrong

Köln - Der nach der Dopinganklage durch die US-amerikanische Anti-Dopingbehörde massiv unter Druck stehende Lance Armstrong muss sich mit neuen belastenden Vorwürfen auseinandersetzen.

Köln (SID) - Der nach der Dopinganklage durch die US-amerikanische Anti-Dopingbehörde USADA massiv unter Druck stehende siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong muss sich mit neuen belastenden Vorwürfen auseinandersetzen. Nach einem Bericht der italienischen Sporttageszeitung Gazetta dello Sport soll Armstrong dem höchst umstrittenen italienischen Sportarzt Michele Ferrari im Jahr 2006 eine Summe von 465.000 US-Dollar überwiesen haben. Dies geht aus Ermittlerkreisen der Staatsanwaltschaft von Padua hervor.

Der zuständige Staatsanwalt Benedetto Roberti ermittelt seit zwei Jahren gegen Ferrari, der bereits 2004 wegen Sportbetruges zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden war. Armstrong, der Ferrari noch im vergangenen Jahr als "einen guten Freund" bezeichnete, hatte die Zusammenarbeit mit dem Mediziner daraufhin offiziell für beendet erklärt.

Die USADA hat Armstrong formal des Dopings angeklagt und sich auf Aussagen von Zeugen berufen, denen Anonymität und Immunität versprochen wurde. Ihm und fünf weiteren Personen, darunter Ferrari und RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel, wird der Handel und die Anweisung zur Verabreichung von verbotenen Substanzen vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht Armstrong eine lebenslange Sperre und der Verlust seiner Tour-Titel.

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