Probleme und Anforderungen bei der Sporternährung für Frauen

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    • 05.09.12
    • Gesund und Fit
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Sporternährung

Sporternährung für Frauen

Von Dennis Sandig

Das Streben nach einer stetigen Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie das Erreichen des Idealgewichts für eine Sportart führen nicht selten zu einer nicht bedarfsangepassten, unterkalorischen Ernährung mit weitreichenden Folgen.

Sporttreibende Frauen im Leistungsbereich stehen häufig unter enormem Druck. Sie sollten daher besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten.

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Sporttreibende Frauen im Leistungsbereich stehen häufig unter enormem Druck. Sie sollten daher besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Aufgrund der enormen Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Gesundheit sollten alle Menschen regelmäßig körperlich aktiv sein bzw. Sport treiben. Ein gewisses Maß von ca. 3-4 Std. die Woche an moderatem Ausdauertraining wirkt sich bereits positiv auf verschiedene physiologische sowie psychologische Parameter aus. Manchmal kann sportliche Aktivität jedoch auch mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko assoziiert sein.

Der Leistungssport stellt einen besonderen gesellschaftlichen Bereich dar. Der Druck auf Athletinnen und Athleten ist groß. Neben der Leistungskomponente spielt die Ästhetik gerade bei Sportlerinnen eine bedeutende Rolle. Wenn beispielsweise ein Nichterreichen einer bestimmten Gewichtsklasse zum Ausschluss aus dem Team oder zum Verbot der Wettkampfteilnahme führt, sind Veränderungen im Essverhalten nicht selten.

Eine hypokalorische Ernährung kann mit Störungen des reproduktiven Systems und Knochendemineralisation in Verbindung gebracht werden. Dieser Symptomtrias wird als „female athlete triad“ bezeichnet, was so viel bedeutet wie „Triade der Sport treibenden Frau“.(1)

 

Was bedeutet „female athlete triad“ genau?

Unter der „Triade der Sport treibenden Frau“ versteht man eine Symptomtrias aus einer krankhaften Ernähungssituation aus chronisch zu geringer Energiezufuhr mit der Nahrung, Störungen des Menstruationszyklus und Osteoporose, die bei Sportlerinnen auftritt. Diese drei Zustände beeinflussen sich gegenseitig negativ und entwickeln sich oft unbemerkt über mehrere Jahre.(1) Sie können zeitlich nacheinander jeweils als Folge der aktuellen Situation entstehen oder sich in unterschiedlichem Maße parallel entwickeln. So ist es nicht einfach, die Einflussfaktoren der Symptomtrias voneinander zu trennen, da sie sich oft gegenseitig bedingen.

 

Faktor Pubertät und Leistungsport

So ist die Phase der Pubertät aus sportmedizinischer Sicht besonders zu beachten. Extreme körperliche Belastungen führen bei Heranwachsenden zu individuellen Veränderungen im endokrinen System und unterschiedlichen Anpassungsvorgängen. Eine der häufigsten Störungen betrifft den Menstruationszyklus.(2) Dazu gehören eine verspätete Menarche (erste Regelblutung nach dem 16. Lebensjahr), die primäre und sekundäre Amenorrhö (Ausbleiben der Regelblutung für länger als 3–6 Monate) und die Oligomenorrhö (Zykluslänge von 36 Tagen und länger). Diese endokrinen Störungen werden durch chronisch zu geringe Energiezufuhr negativ bestärkt.

Störungen des Menstruationszyklus können bei Frauen, die bereits einen Zyklus hatten, aber auch aufgrund der Stresssituation durch ständigen Hunger herbeigeführt werden. Beides mündet in einer mangelnden Östradiolproduktion, was wiederum gesundheitliche Probleme nach sich zieht.(2)

 

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